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Vom ehemaligen Stadion zum grünen Zukunftsort: Das „Klimaquartier zum Stadion“

Auf dem ehemaligen Stadiongelände in Edewecht entsteht ein neuer, grüner Mittelpunkt. Das Projekt „Klimaquartier zum Stadion“ nimmt konkrete Formen an.

Wo früher Sportlerinnen und Sportler ihre Runden drehten, soll künftig ein klimaangepasster Ort für alle Generationen entstehen. Das ehemalige Stadiongelände „Am Stadion“ wird zu einem neuen, grünen Quartier für Edewecht entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten, sondern vor allem die Frage, wie sich der Ort angesichts des Klimawandels zukunftsfähig gestalten lässt.

Bereits 2023 hatte sich die Gemeinde Edewecht mit einer Projektskizze für das Gelände um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an die Folgen des Klimawandels“ beworben. Die Idee dahinter: Ein Ort soll entstehen, der die Lebensqualität vor Ort verbessert und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung leistet.

Fast 200 Ideen aus der Bevölkerung

Ein wichtiger Baustein des Projekts war von Beginn an die Beteiligung der Edewechterinnen und Edewechter. Nachdem die Gemeinde 2024 vom Fördergeber zur Ausarbeitung eines konkreten Förderantrags aufgefordert worden war, wurde im selben Jahr eine interaktive Ideenkarte freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger konnten dort ihre Wünsche, Anregungen und Vorstellungen für die zukünftige Gestaltung des Geländes einbringen.

Die Resonanz war groß: Fast 200 Vorschläge flossen in die weitere Planung ein. Damit konnte die Gemeinde den finalen Förderantrag auf eine breite Grundlage aus der Bevölkerung stellen.

Der Einsatz hat sich gelohnt. Ende August 2025 wurde der Förderantrag vom Fördergeber bewilligt. Für die Umsetzung des Projekts stehen damit 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Klima im Mittelpunkt

Das „Klimaquartier zum Stadion“ soll weit mehr sein als eine neugestaltete Freifläche. Die Fördermittel sind an anspruchsvolle Ziele zur Klimaanpassung geknüpft. So sollen unter anderem Möglichkeiten zur Rückhaltung von Regenwasser geschaffen und natürliche Kühlungseffekte durch Verdunstung, Schatten und Frischluftschneisen genutzt werden.

Auch das vorhandene Biotop soll stärker in den Blick genommen werden. Einer weiteren Verlandung soll entgegengewirkt und gleichzeitig die Artenvielfalt gefördert werden. Ein höherer Anteil an Grünflächen und Bäumen soll für mehr Schatten und Aufenthaltsqualität sorgen.

Dabei geht es auch um die Menschen, die das neue Quartier künftig nutzen werden. Multifunktionale Aufenthaltsbereiche für Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene und ältere Menschen sollen Raum für Begegnung und Erholung schaffen. Wo möglich, sollen zudem ökologische Baustoffe verwendet und Materialien wiederverwendet werden.

So verbindet das Projekt ökologische Anforderungen mit einem Ziel, das für alle Generationen wichtig ist: Einen Ort zu schaffen, an dem man sich gerne aufhält.

Die Planung geht in die nächste Runde

Nachdem die Planungsleistungen Anfang 2026 europaweit ausgeschrieben wurde, konnte im August der nächste wichtige Schritt erfolgen. Das Bremer Büro ASP – Stadtplaner und Landschaftsarchitekten wurde mit der weiteren Überplanung des Geländes beauftragt.

Das Planungsbüro kann dank der Projektskizze mit den Ideen aus der Beteiligungsrunde und den Anforderungen des Fördermittelgebers auf eine gute Grundlage zurückgreifen.

Bis Ende 2026 sollen nun verschiedene Umsetzungsvarianten erarbeitet und vorgestellt werden. Anschließend folgt die detaillierte Ausführungsplanung. Auf dieser Grundlage kann dann voraussichtlich ab Sommer 2027 die Bauleistung ausgeschrieben werden. Mit der ersten Bautätigkeit ist Ende 2027 zu rechnen.

Über den aktuellen Stand des Projekts informiert die Gemeinde Edewecht auch fortlaufend auf der neuen Internetseite www.klimaquartier-edewecht.de.